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Fett versus Zucker – Wer ist der größere Übeltäter?

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Zucker und Fett haben im Rahmen einer gesunden Ernährung einen gleich schlechten Ruf. Sie gelten beide als Krank- bzw. Dickmacher. Allerdings bewirken Zucker und Fette im Körper auch einiges Wesentliche, was man auch nicht vergessen darf. Allerdings zeigen sich im direkten Vergleich schon recht starke Unterschiede. Die Menschen, die sich fetthaltig ernähren schon zum Frühstück mit Wurst und Käse sind zwar schneller satt, als diejenigen, die auf zuckerhaltige Ernährung zurückgreifen.
 

Die Proteine

Doch die Erklärung liegt nicht darin, dass Fette schneller sättigen als Zucker, sondern in den Proteinen. Fetthaltige Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Käse sowie Eier enthalten nun einmal sehr viele Proteine. Daher macht die fetthaltige Nahrung am Morgen schneller satt. Geht es um die Konzentration, dann ist bekannt, dass das Gehirn jede Menge Glukose benötigt. Und zwar einen Großteil von der, die der menschliche Organismus täglich verbraucht. Das heißt, das Konzentrations- und Denkvermögen hängt noch von viel mehr ab, als nur von der Nahrung. Anders sieht es aus, wenn es um sportliche Betätigung geht, wie Fahrrad fahren. Klar geht es gleich nach dem Start auch um Kondition, doch wer zuvor zuckerhaltige Nahrung zu sich genommen hat, der hat einen Vorteil. Denn Zucker und Kohlenhydrate gelten als die Top-Leistungslieferanten beim Sport.
 

Die Auswertung

Vergleicht man die Blutergebnisse von zwei Menschen miteinander, von denen sich einer fettreich ernährt und der andere überwiegend nur zuckerhaltige Nahrung zu sich nimmt, muss festgestellt werden, dass Die Blutwerte alles ordentlich durcheinandergewirbelt sind. Bei Menschen, die überwiegend zuckerhaltige Nahrung aufgenommen haben, werden die Blutwerte von einem erfreulich niedrigen Cholesterinwert bestimmt, aber von gestiegenen Blutfettwerten. Dies kann bei dauerhaft ausschließlicher zuckerhaltiger Ernährung zu einer Fettstoffwechselstörung führen und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Menschen, die sich fast nur fettlastig ernähren, kann sich der Blutzuckerspiegel erheblich verschlechtern. Ein erhöhtes Risiko in der Familie kann dann leicht zu Diabetes führen. Das heißt weder einseitig viel zuckerhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen ist schlecht, ebenso wie fast ausschließlich nur fettreiche Nahrungsmittel.
 

Der perfekte und gefährliche Mix

Es gibt nun wenige Menschen in den Industrienationen, die sich ausschließlich mit fettreicher Nahrung oder mit ausschließlicher zuckerhaltiger Nahrung zufriedengegeben. Weder Fett noch Zucker isst man meist pur oder ohne eine Beilage, die wiederum aus Kohlenhydraten oder Proteinen besteht. Die Kombination aus fetthaltigen und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln muss man sich allerdings selbst zusammenstellen. Denn die Kombination aus beiden Komponenten kommt nicht vor in naturbelassenen Lebensmitteln. Doch es gibt zahlreiche Rezepte, bei denen Zucker und Fett vereint werden. Gute Beispiele sind Kuchen und Torten wie Sahnetorten und Käsekuchen. Und auch Schokodesserts sind eigentlich der gelungene Mix aus beiden Komponenten. Und auch viele Fertigprodukte wie Pizza beinhalten die Kombination Zucker/Kohlenhydrate und Fette. Die Kombination ist allerdings auch sehr gefährlich für den menschlichen Organismus. Denn die Kombination Zucker/Kohlenhydrate und Fette birgt ein hohes Suchtpotenzial. Das heißt das Sättigungsgefühl bleibt regelrecht auf der Strecke. Dies ist vor allem beim Fett-Zucker Verhältnis von 1:1 der Fall. Der britische Forscher Paul Kenny hat dazu eine Hypothese aufgestellt: Und zwar dass durch die Fett-Zucker-Kombination das Belohnungszentrum im menschlichen Gehirn sehr stark stimuliert wird. Die Sättigungskontrolle wird sozusagen außer Kraft gesetzt.
 

Fettpölsterchen durch Zucker und Fett

Beim Abnehmen bekommen die Menschen das auch zu spüren. Dabei setzt sich Fett vor allem an den Problemzonen ab und ist daher “schlimmer” als normaler Zucker. Grund dafür ist, dass der Nährwert von 1 Gramm Fett größer ist und doppelt so viele Kalorien hat wie 1 Gramm Zucker. Außerdem verhindert das Fett, dass die Nahrung ordentlich verdaut werden kann. Im Vergleich zu Fett muss Zucker nicht erst umgewandelt werden im Körper. Der Einfachzucker wirkt sofort und bringt mehr Leistung beim Sport. Doch wenn auch hiervon mehr aufgenommen wird als verbraucht, führt dies zwangsläufig zu Fettpölsterchen.
  



 

 

Einzelnachweis:
1. Monika Kovacsics, “Fett versus Zucker”, http://www.swr.de/odysso/fett-versus-zucker/-/id=1046894/nid=1046894/did=13998748/rzyd0w/, Stand der Information: 11.10.2014

1 thought on “Fett versus Zucker – Wer ist der größere Übeltäter?

  1. RIO

    Richtige Ernährung ist die Voraussetzung für einen gesunden und leistungsstarken Organismus. Wenn man von einer Diät spricht, dann ist von dem gesunden Basis nicht die Rede, besonders, wenn es um das Lebensmittel ohne Kohlehydrate geht. Denn es ist schon längst bekannt, dass die erforderliche Energie nur mit den notwendigen Nährstoffen zu bekommen ist – zu diesen zählen auch Kohlenhydrate!

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